Französisch

Französisch – gestern und heute

Frankreich war über Jahrhunderte einer der wichtigsten Staaten in Europa und in der Welt und war dominierend auf dem Gebiet der Politik, der Wirtschaft und der Kultur. Damit hatte Frankreich - und das Französisch - eine prägende Wirkung auf das Leben, Denken und Sprechen in Europa und mit der Kolonisierung auch in der ganzen Welt. So gehen nicht nur die Wörter aus den Bereichen, die klassischerweise Frankreich zugeordnet werden, wie Essen (Suppe, Soße, Champignon, …) und Mode (Manschette, Jackett, Krawatte, …), auf das Französische zurück, sondern auch Wörter aus allen möglichen Lebensbereichen, von der Garage über die Truppe bis zum Kulturattaché. Der Einfluss Frankreichs ist in den anderen romanischen Staaten noch viel ausgeprägter, z.B. in Spanien, das seit 1700 von Königen aus dem französischen Geschlecht der Bourbonen regiert wird und das die französische Grammatik mehr oder weniger vollständig übernommen hat.
Heute ist Französisch die Muttersprache von mehr als 100 Millionen Menschen, insbesondere in Europa und Kanada, Französisch ist Verkehrssprache in zahlreichen Staaten Afrikas und Asiens.
Die Bundesrepublik verbindet spätestens seit dem Deutsch-Französischen Freundschaftsabkommen von 1963 mit Frankreich eine intensive politische und wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit. Frankreich ist der wichtigste Handelspartner der Bundesrepublik, so wie die Bundesrepublik der Frankreichs ist.

Wie lernt man Französisch

Im Französischunterricht wird vor allem gesprochen, denn die Kommunikation ist das oberste Ziel. Entsprechend ist die häufigste Textform im ersten Buch der Dialog.
Mit der Zeit kommen aber mehr und mehr Prosatexte dazu, die gelesen werden und über die gesprochen wird.
So sprechen und schreiben von der ersten Stunde an die Schülerinnen und Schüler selbstständig auf Französisch: Sie stellen sich vor, unterhalten sich, schreiben kurze Briefe, usw. Mit der Zeit werden die Dialoge anspruchsvoller, die Texte schwieriger und länger, Referate und GFS werden auf Französisch gehalten, Projekte gemeinsam erstellt.
Besonders wichtig sind uns die schülergemäße Vermittlung der Sprache, z.B. auch mit Liedern und Comics, und der möglichst frühzeitige Kontakt mit Franzosen im Rahmen des Schüleraustauschs.

Was lernt man in Französisch?

Die Schülerinnen und Schüler lernen einerseits die Sprache, sie lernen, Französisch zu sprechen und zu verstehen und können sich, je nach Interesse und Engagement, nach recht kurzer Zeit an einfachen normalen Gesprächen auch unter Franzosen beteiligen, die Zeitung lesen oder einfachere Sachtexte ohne Lexikon verstehen. Wer Französisch auch noch in der Reformierten Oberstufe beibehält, kann auch schwierigere Sachtexte oder literarische Werke lesen und verstehen.
Neben dem Erlernen der Sprache steht aber auch die Vermittlung von Kenntnissen über die Länder, in denen Französisch gesprochen wird. Die Schülerinnen und Schüler erlangen so die Fähigkeit, sich in andere Völker und Kulturen hineinzuversetzen, sie zu verstehen, mit ihnen zu leben, eine Fähigkeit, die in unserer globalisierten Welt unabdingbar geworden ist.
In den oberen Klassen befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit Texten der französischen Philosophie. Sie lesen große Werke der französischen Literatur und setzen sich mit der französischen Geschichte und aktuellen politischen Themen auseinander.