Sprachliches Profil

Warum lernt man Spanisch?


Spanien verbinden mit Deutschland seit Jahrhunderten die im Allgemeinen guten politischen und wirtschaftlichen Beziehungen. Begonnen haben diese Beziehungen spätestens mit Kaiser Karl V., der von 1516 bis 1556 gleichzeitig als Carlos I König von Spanien war und noch heute gibt es in keinem Land so viele deutsche Schulen wie in Spanien. Die deutsche Literatur und Philosophie waren Jahrhunderte lang prägend für Spanien.
Die Bedeutung von Spanisch als Weltsprache wurde begründet durch die Entdeckung von Amerika und die darauf folgende Eroberung Mittel- und Südamerikas durch die Spanier. Heute wird vom Rio Grande in Mexiko bis Patagonien in Argentinien Spanisch gesprochen (mit Ausnahme von Brasilien), sogar in einigen süd-westlichen Bundesstaaten der USA gibt es heute teilweise mehr Einwohner mit Spanisch als Muttersprache als mit Englisch. So ist Spanisch die, von der Bevölkerungszahl gerechnet, wichtigste Sprache der westlichen Welt.
Spanien ist das wichtigste Tourismusland Europas. Jährlich besuchen mehr Touristen Spanien als das Land selbst Einwohner hat.
Spanien und die südamerikanischen Staaten erleben derzeit einen ungeheuren wirtschaftlichen Aufschwung. Entsprechend steigern Spanischkenntnisse die Einstellungschancen in vielen Berufen erheblich.
Schließlich gibt es ganze Bibliotheken literarischer Werke auf Spanisch, von Cervantes’ „Don Quijote“ bis Allendes „Geisterhaus“, zu dem derjenige einen Zugang finden kann, der Spanisch spricht.

Wie lernt man Spanisch

Spanisch ist sozusagen ein Urenkel des Lateins und ein Bruder des Französisch. Parallel zur lateinischen Konjugation „amo, amas, amat, …“ konjugiert der Spanier „compro, compras, compra, …“. Dem Französischen „la main, le livre, la farine“ entsprechen im Spanischen „la mano, el libro, la harina“. Der spanische Satzbau ist mehr oder weniger identisch mit dem des Französischen.
Neben dem Lehrbuch und dem Übungsbuch (Cuaderno de actividades), das die Schülerinnen und Schüler von den anderen Sprachen kennen, werden sehr früh auch andere Arbeitsmethoden eingesetzt (Referate, Präsentationen, …) und andere Quellen erschlossen (Bibliotheken, Internet, …).
Besonders wichtig ist aber der direkte Kontakt zu Personen, die Spanisch als Muttersprache sprechen. Dies geschieht durch Brief- und E-Mail-Kontakte (und persönliche Besuche) mit Schülerinnen und Schülern aus Südamerika, besonders aber auch durch Lehrkräfte, die aus Spanien kommen, wie Frau Lample Marcos.

Was lernt man in Spanisch?

Zunächst lernt man die Sprache. Die Schülerinnen und Schüler werden in die Lage versetzt, einen normalen Text zu verstehen oder sich an einer normalen Unterhaltung zu beteiligen. Wer Spanisch auch in der Oberstufe beibehält, beherrscht dann auch schwierigere Texte.
Außerdem lernt man viel über die Länder, in denen Spanisch gesprochen wird: Man lernt, dass die Spanier nicht vor 21:00 Uhr zu Abend essen, dass der Día de Muertos in Mexiko mehr Fest als Trauer ist und dass der erste indigene Präsident Boliviens Evo Morales heißt.
In den in Einzel- oder Gruppenarbeit erstellten Referaten, Präsentationen und Projekten üben die Schülerinnen und Schüler außerdem, das Gelernte anderen nahe zu bringen, was sie besonders auch in der Oberstufe und im Abitur beherrschen müssen.